Hier finden Sie kompakte Antworten auf die Fragen, die beim Entsafterkauf am häufigsten aufkommen – von der Bauform über die Reinigung bis zur Haltbarkeit des Safts. Wählen Sie einen Themenbereich, um die Liste einzugrenzen.
Ein Zentrifugenentsafter raspelt die Zutaten und schleudert den Saft bei hoher Drehzahl heraus – laut Herstellerangaben sind bis zu 19.000 Umdrehungen pro Minute (U/min) möglich. Ein Slow Juicer presst sie stattdessen mit einer Pressschnecke bei rund 60 bis 110 U/min. Die Zentrifuge ist schneller und meist günstiger; beim Slow Juicer beschreiben die ausgewerteten Rezensionen häufiger einen trockenen Trester, also einen gut ausgepressten Rückstand aus Schale und Fasern, und weniger Schaum.
Ein Entsafter trennt den Saft von den Fasern und wirft den Trester aus. Ein Mixer zerkleinert alles und behält es im Getränk – das Ergebnis ist ein Smoothie, kein Saft. Wer beides möchte, braucht zwei Geräte: Kein Entsafter in diesem Vergleich ersetzt einen Mixer.
Nein. Ein Entsafter entfernt genau das, was einen Smoothie ausmacht – das Fruchtfleisch. Einzelne Geräte lassen immerhin Spielraum: Die Philips 7000 Serie liefert laut Hersteller per Knopfdruck Saft mit oder ohne Fruchtfleisch, und der Panasonic MJ-L501 verarbeitet mit dem mitgelieferten Aufsatz gefrorene Zutaten zu Sorbet.
„Kaltgepresst" beschreibt das Verfahren, nicht die Gerätekategorie: Eine Pressschnecke arbeitet langsam und trägt dabei kaum Wärme ein. Das Gerät selbst heißt Slow Juicer. Begriffe wie „Kaltpresse" oder „Kaltentsafter" meinen dasselbe Gerät, im Handel finden Sie es aber unter Slow Juicer.
Vertikale Slow Juicer stehen aufrecht und brauchen wenig Stellfläche. Beim Einfüllschacht sagt die Bauform wenig: Die größte Öffnung im ganzen Vergleichsfeld hat mit dem Kuvings AUTO10S (3000 ml) ein vertikales Gerät, unter den engsten steht mit dem Panasonic MJ-L501 ebenfalls ein vertikales Gerät. Horizontale Geräte liegen flach und sind auf faseriges Grünzeug ausgelegt: Der Nutrilovers GREEN-PRESS wird vom Hersteller ausdrücklich für Stangensellerie, Blattgemüse und Weizengras beworben, sein Einfüllschacht ist mit rund 44 mm aber eng. Auf der Vergleichsseite lässt sich nach beiden Bauformen filtern.
Ein Dampfentsafter gart Obst im Wasserdampf und lässt den Saft heiß ablaufen. Das lohnt sich bei großen Erntemengen, die anschließend eingekocht werden – der Saft ist dann monatelang haltbar. Für frischen Saft aus rohem Obst und Gemüse ist er nicht gedacht, deshalb steht in diesem Vergleich kein Dampfentsafter.
Die Reinigung ist in unserer Bewertung das schwerste Kriterium und geht mit 30 Prozent in die Note ein. Am besten schneiden die beiden Philips-Zentrifugen und der Nutrilovers GREEN-PRESS ab; für die Philips 5000 Serie nennen mehrere Rezensionen 1 bis 4 Minuten Reinigungszeit. Welches Gerät wie abschneidet, zeigt die Vergleichsseite.
Das ist von Gerät zu Gerät verschieden und steht im Datenblatt. Bei den Philips-Modellen sind die Einzelteile laut Hersteller spülmaschinengeeignet, beim AMZCHEF Slow Juicer und beim Severin laut Datenblatt ausdrücklich nicht. Lassen Sie sich dabei nicht vom Produktnamen leiten: Beim als pflegeleicht beworbenen Kuvings AUTO10S widersprechen mehrere Rezensionen genau dieser Angabe.
Spülen Sie ihn sofort nach dem Entsaften unter fließendem Wasser aus und arbeiten Sie mit der mitgelieferten Reinigungsbürste nach. Mehrere Rezensionen zur Philips 7000 Serie berichten, dass sich das Sieb deutlich schwerer säubern lässt, sobald man damit wartet. Beim Bosch VitaJuice 4 beschreibt eine ausführliche Rezension Sieb und Mahlwerk wegen der kantigen Innenform ohnehin als mühsam, vor allem wenn Reste erst angetrocknet sind.
Ja. Fruchtfasern trocknen im Siebkorb fest und lassen sich dann nur noch mit Einweichen lösen, und Saftreste verderben schnell. Genau daran scheitert die Regelmäßigkeit: Ein Gerät, dessen Reinigung viel Zeit kostet, steht nach wenigen Wochen im Schrank – deshalb wiegt die Reinigung in unserer Bewertung am schwersten.
Nicht grundsätzlich. Slow Juicer haben weniger, dafür größere Teile; Zentrifugen ein feines Sieb, das sich zusetzt. In unserer Bewertung liegen die beiden Philips-Zentrifugen bei der Reinigung gleichauf mit dem am leichtesten zu reinigenden Slow Juicer im Feld. Entscheidend ist das einzelne Gerät, nicht die Bauform.
Am besten trinken Sie ihn sofort. Gekühlt und luftdicht verschlossen hält er einige Stunden; danach verändern sich Farbe und Geschmack durch Oxidation, also durch den Kontakt mit Sauerstoff. Saft aus einem Slow Juicer bleibt laut Herstellerangaben länger stabil, weil die Pressschnecke langsam arbeitet und kaum Wärme einträgt.
Trester ist der Pressrückstand aus Schale und Fasern. Aus Karotten- und Apfeltrester lassen sich Suppen, Aufstriche, Bratlinge oder Kuchen machen; der Rest gehört auf den Kompost oder in die Biotonne. Wer ihn weiterverwenden möchte, sollte ungespritztes Obst kaufen und die Schale dranlassen.
Das hängt von Sorte, Reife und Gerät ab – eine belastbare Zahl gibt es nicht. Verlässlicher ist der Blick auf den Trester: Je trockener er sich anfühlt, desto mehr Saft hat das Gerät herausgeholt. In den ausgewerteten Rezensionen wird trockener Trester vor allem bei Slow Juicern beschrieben, unter den Zentrifugen aber auch bei der Philips 5000 Serie.
Möglich ja, ergiebig selten. Spinat, Grünkohl und Weizengras haben wenig Fruchtfleisch, und das feine Sieb einer Zentrifuge holt daraus kaum Saft – für die Philips 5000 Serie berichtet eine Rezension von mehreren Durchgängen für sehr wenig Saft. Wenn Grünzeug Ihr Hauptthema ist, führt der Weg zum Slow Juicer.
Die hohe Drehzahl einer Zentrifuge schlägt Luft in den Saft – das ist normal und kein Gerätefehler. Den Schaum können Sie abschöpfen oder den Saft durch ein feines Sieb gießen. Slow Juicer arbeiten langsamer: Für den Nutrilovers GREEN-PRESS hebt eine Rezension den geringen Schaum ausdrücklich hervor.
Schälen müssen Sie in der Regel nur Zitrusfrüchte – ihre Schale macht den Saft bitter, wie eine Rezension zum AMZCHEF Automatischen Slow Juicer beschreibt. Ob Sie klein schneiden müssen, entscheidet der Einfüllschacht: Beim Nutrilovers GREEN-PRESS misst er laut einer Rezension rund 44 mm, beim AMZCHEF Slow Juicer sind Stücke von 2 bis 3 cm nötig, während in die Philips 7000 Serie laut Hersteller ganze Früchte passen.
Ja, beides gehört zu den häufig genannten Zutaten in den ausgewerteten Rezensionen – Ingwer etwa beim Severin, Stangensellerie bei mehreren Slow Juicern. Faseriges Gemüse ist aber die Stelle, an der Geräte verstopfen: Für den Kuvings AUTO10S, den Kuvings REVO830 und den AMZCHEF Slow Juicer berichtet jeweils eine Rezension davon. Eine Rückwärtsfunktion, wie sie beide AMZCHEF-Modelle mitbringen, löst solche Blockaden.
Zentrifugen sind bauartbedingt lauter, weil sie mit mehreren tausend U/min arbeiten. Slow Juicer werden in den ausgewerteten Rezensionen regelmäßig als leise beschrieben – etwa der Hurom H310, der Panasonic MJ-L501 und beide AMZCHEF-Modelle. Auf Dezibel-Angaben aus der Werbung sollten Sie sich nicht verlassen: Die wenigsten Hersteller nennen überhaupt eine, und gemessen wird unterschiedlich.
Die Wattzahl sagt wenig über das Ergebnis. Die Zentrifugen in diesem Vergleich reichen laut Herstellerangaben von 400 bis 1.250 Watt, die Slow Juicer kommen mit 150 bis 250 Watt aus und holen laut den ausgewerteten Rezensionen trotzdem häufig mehr Saft aus derselben Menge – sie pressen langsam, statt schnell zu schleudern. Achten Sie eher auf Einfüllschacht, Zerlegbarkeit und Garantie.
Für reine Zitrusfrüchte ist eine Zitruspresse die effizientere Lösung. Ein Entsafter verarbeitet die Schale mit, und die macht den Saft bitter – eine Rezension zum AMZCHEF Automatischen Slow Juicer beschreibt genau das. Wer Orangen im Entsafter pressen möchte, schält sie vorher; eine eigene Zitruspresse steht deshalb nicht in diesem Vergleich.
Die Geräte in diesem Vergleich liegen zwischen rund 33 und rund 700 Euro, unsere Empfehlung am unteren Ende dieser Spanne. Ein hoher Preis ist hier kein Versprechen: Der teuerste Slow Juicer im Feld bekommt bei der Preis-Leistung die schwächste Teilnote aller fünfzehn Geräte. Auf der Vergleichsseite lässt sich nach Preis filtern.
Wenn Sie regelmäßig größere Mengen entsaften, ja – er spart das Vorschneiden. In die Philips 7000 Serie passen laut Hersteller ganze Früchte, der Bosch VitaJuice 4 hat 84 mm, der AMZCHEF Automatische Slow Juicer sogar 150 mm, und der Kuvings AUTO10S gibt sein Volumen mit 3000 ml an. Umgekehrt ist ein Gerät mit engem Schacht nicht schlechter – es kostet Sie nur Vorbereitungszeit.
Für Äpfel, Karotten und Orangen reicht ein Zentrifugenentsafter, und er kostet deutlich weniger. Ein Slow Juicer lohnt sich, wenn Sie täglich entsaften, viel Grünzeug verarbeiten oder Wert auf trockenen Trester und wenig Schaum legen. Die Bauform allein entscheidet aber nichts: Innerhalb beider Lager liegen in unserer Bewertung deutliche Unterschiede.